Kürbis zubereiten – Tipps & Tricks

Jeden Herbst feiern die Winterkürbisse in unseren Küchen ihr Comeback. Kein Wunder – egal ob als Suppe, Püree oder Salatbeilage, das Winter-Gemüse ist ein echter Alleskönner. Die verschiedenen Ausführungen können jedoch schnell zu Verunsicherung führen. Welche Kürbissorten gibt es überhaupt? Welcher Kürbis muss wie zubereitet werden? Und ist die Schale essbar?    

Kürbis Wissen To Go:

Bevor wir die vielen Fragen klären, die dir auf der Seele brennen, gibt es hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fakten rund um den Kürbis.

🎃 Der schwerste Kürbis der Welt wiegt 1054 kg und hat es damit ins Guinness Buch der Rekorde geschafft

🎃 Es gibt über 800 Kürbissorten weltweit – unterteilt in Sommer und Winterkürbisse   

🎃 Der bekannteste Sommerkürbis ist die Zucchini. Hättest du das gewusst? 

🎃 Im Herbst und Winter erfreut sich der Kürbis an großer Beliebtheit. Und das nicht umsonst: Er ist vielseitig verwendbar und mit rund 30 kcal / 100 g ein richtiges Fit Food 

🎃 Ein Kürbis ist reif, wenn der Stiel verholzt ist und er beim Anklopfen hohl klingt 

🎃 Kürbis lässt sich leichter schneiden, wenn du ihn zuvor entweder a) 10 min lang in einem Topf mit heißem Wasser garst oder b) bei 150° 20 min im Backofen garst 

Die beliebtesten Kürbisse und wie du diese zubereitest   

Butternutkürbis:

Der Butternutkürbis (zu Deutsch “Butternuss”) erhält seinen Namen aufgrund seines süßen, leicht nussigen Geschmacks. Er eignet sich daher auch ideal für die Zubereitung von süßen Speisen und Desserts. 

Zubereitung: Die Enden des Butternutkürbis oben und unten abschneiden. Daraufhin den Kürbis in der Mitte teilen und mit einem Messer oder Gemüseschäler die Schale großzügig entfernen. Die Schale ist zwar nicht ungenießbar, wird aber beim Garen nicht so weich wie es beispielsweise beim Hokkaido der Fall ist.  
Im unteren dicken Teil des Kürbisses befinden sich die Kerne und viel fasriges Fruchtfleisch. Dieses entfernst du am besten vorsichtig mit einem Löffel. (Die Kerne nicht wegschmeißen, dazu kommen wir später!) 
Das Fruchtfleisch wird im Anschluss je nach Rezept verarbeitet. 

Hokkaidokürbis:

Der Hokkaidokürbis ist klein(er), aber oho! Das Besondere an ihm ist seine essbare Schale, die beim Garen weich wird. Sie muss also nicht geschält, sollte dafür allerdings vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden.  
 
Zubereitung: Im Inneren des Hokkaidos finden sich viele Kerne. Diese sowie das fasrige Fruchtfleisch müssen vollständig entfernt werden. Danach kann der Hokkaido weiterverarbeitet oder roh – beispielsweise als Salatbeilage – verzehrt werden.  

Muskatkürbis:

Beim Bearbeiten des Muskatkürbisses fällt einem eins sofort auf. Er verströmt (wer hätte es gedacht) nach dem Öffnen einen Muskat Duft und kommt so zu seinem Namen. Der Muskatkürbis ist im Gegensatz zu seinen Geschwistern sehr groß und unhandlich. Deshalb kannst du ihn im Supermarkt oft bereits vorgeschnitten kaufen. 

Zubereitung: Wenn du allerdings den Kürbis in ganzer Größe erworben hast, empfehlen wir dir, mit einem sehr scharfen Messer zuerst ein Stück herauszuschneiden (wie bei einem Kuchen). Auch hier muss die Schale vor der weiteren Verarbeitung entfernt werden. Nun kannst du die einzelnen Kürbis Stückchen leichter von Kernen und Fasern befreien.   

Spaghetti-Kürbis:

Der Spaghetti-Kürbis erfreut sich in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Das Fruchtfleisch des Kürbisses zerfällt nach dem Garen in einen Spaghetti-artigen Zustand und wird daher gerne als kalorienarmer Pasta Ersatz verwendet.  

Zubereitung: Vor der Zubereitung den Stiel entfernen und ca. 30 min lang bei mittlerer Hitze kochen. Nach dem Kochen halbieren und die Kerne entfernen. Die Spaghetti können vorsichtig aus dem Kürbis genommen oder direkt im Kürbis angerichtet werden.  

Vorsicht! Die Riesenkürbisse, die wir an Halloween mit gruseligen Grimassen versehen, sind ausschließlich zur Dekoration gedacht und sollten niemals gegessen werden! Allgemein gilt: Riecht oder schmeckt der Kürbis bitter, solltest du die Finger von ihm lassen und ihn höchstens für dekorative Zwecke nutzen.

Lagerung und Haltbarkeit von Kürbissen 🕰️ 

Kürbisse können sehr lang aufbewahrt werden. Das Wichtigste ist, sie kühl und trocken zu lagern (genau wie Gewürze!). Sie müssen unbedingt ganz sein und dürfen keine Druckstellen haben, sonst fangen sie schnell an zu schimmeln. Auch der Stiel muss unbedingt noch am Kürbis sein.

Kürbiskerne entweder zum Gericht (z.B. als Topping für Suppen) verwenden oder als Snack für zwischendurch. Dafür die Kerne mit etwas Salz, Olivenöl und Gewürzen deiner Wahl vermischen und bei 170 ° ca. 10 min lang im Ofen rösten.

Der amerikanische Klassiker – Kürbispüree

Kürbispüree ist eine gesunde Alternative zum klassischen Kartoffelpüree. Mit weniger kcal und einem nussigen Geschmack überzeugt der Kürbis-Klassiker aus Amerika auch hierzulande. Zudem benötigen wir das Kürbispüree unbedingt für unseren selbstgemachten Pumpkin Spice Latte. 😊 Am besten schmeckt das Püree, wenn du den Butternut oder Hokkaidokürbis verwendest. 

Butternutkürbis: Butternusskürbis halbieren und bei 200° für 60 min im Ofen backen, bis das Fruchtfleisch weich ist. Das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel aus dem Kürbis kratzen und mit einem Stabmixer pürieren.  

Hokkaidokürbis: Den Kürbis wie oben beschrieben schälen. Das Fruchtfleisch würfeln und 10 min in einer Pfanne mit Butter andünsten. Einen Schuss Sahne hinzugeben, mit einem Deckel abdecken und bei mittlerer Hitze garen lassen. Nach ca. 20 min Garzeit den Kürbis mit einem Stabmixer pürieren. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Als Kräuter eignen sich zusätzlich Schnittlauch und/ oder Dill. 

Empfehlung: Pumpkin Spice Latte

Wir lieben im Herbst nicht nur deftige Rezepte mit Kürbis. Pumpkin Spice Latte ist die perfekte süße Abwechslung für Kaffee Liebhaber und eines der Lieblings-Heißgetränke der SpiceUp Redaktion. Bekannt wurde das Getränk vor allem durch Starbucks & Co. Leider ist der Pumpkin Spice Latte dort eine echte Kalorienbombe. Die selbstgemachte Variante mit echtem Kürbispüree nach amerikanischem Vorbild ist wesentlich gesünder und schont gleichzeitig den Geldbeutel. 

Und so geht’s: Vorab mischen wir uns die Gewürzmischung für den Latte zusammen. Diese besteht aus Zimt, Ingwer, Gewürznelken und Muskatnuss. 

Pumpkin Spice Gewürzmischung:  

  • 4 EL Zimt 
  • 3 TL gemahlener Ingwer 
  • 2 TL gemahlene Gewürznelken 
  • 1 TL gemahlene Muskatnuss 

Zutaten für eine Tasse Pumpkin Spice Latte: 

  • 1 EL Kürbispüree 
  • ½ TL Pumpkin Spice Gewürzmischung 
  • ½ Päckchen Vanillezucker oder eine Messerspitze frische Vanille 
  • Honig zum Süßen (optional) 
  • Kaffee (1 Espresso) und Milch (250 ml) 
  • Optional: 100 ml Milch für den Milchschaum 

Zuerst das Kürbispüree, die Gewürzmischung, Honig und Vanille gut zusammenmischen. Die daraus resultierende Kürbispaste mit der Milch in einem Topf unter ständigem Rühren auf mittlerer Stufe erhitzen. Optional aus den weiteren 100 ml Milch einen Milchschaum herstellen. Nun zuerst die Kürbismilch, (dann den Milchschaum) und zu guter Letzt den Espresso in eine hohe Tasse füllen. 😊 Fertig ist der Pumpkin Spice Latte! 

Mit der SpiceUp Gewürzbox nehmen wir dich jeden Monat mit auf eine kulinarische Reise um die Welt. Mit jeweils vier Rezepten und den dazu passenden Gewürzmischungen entdeckst du außergewöhnliche Gerichte und Landesküchen. Im Oktober darf ein Kürbis Gericht natürlich nicht fehlen. Bist du gespannt, was wir für dich kreiert haben? Erhalte hier deine Gewürzbox für Entdecker.